|
(Adaption auf R.M. Rilkes Gedicht: Der Panther)
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd ´geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Sein weicher Gang , geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Er ist einsam, zieht seine Kreise ...einsam
Und fürwahr groß, auf seine Weise
Lässt er nichts an sich ran.
Er ist einsam - zählt die Tage nicht mehr
Ohne Heute, ohne Morgen zieht er seine Kreise
Er ist einsam
|
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
|