Traum

Ich wär gern ne´Andre
in hundert Betten dieser Nacht
Eine Frau ohne Hintergrund,
die schön ist, wenn sie lacht.

Ich wär gern woanders,
in der Sahara in einem Zelt
Eine Frau ohne Vergangenheit , in einem
zerschlissenen grünen Kleid.

Ich wär gern ein Engel,
an dem das Unrecht dieser Welt zerbricht
Doch ich bin, was ich bin – ich bin ich

Ich wär gern ´ne Andre,
in hundert Büchern dieser Welt
Eine Frau in einem Groschenroman, für die nur die Liebe zählt.

Ich wär gern ´ne Hure,
die Männer begehrt und sie nicht versteht,
die sich trotzdem geh´n lässt, nur, weil der Wind so eisig weht.

Wär gern ein Vogel,
in einer Strömung aus Wind und Licht
Mit diesem Blick in Leere,
der sich am Ufer des Himmels bricht.
Doch ich bin, was ich bin – ich bin ich.